Im schönen Süden Engers, entlang der alten Kleinbahntrasse zwischen Enger und Bielefeld-Jöllenbeck, gibt es einen besonderen Wanderweg, den PLANETENWEG.
Auf ihm kann man eine sehr interessante Reise durch unser Sonnensystem unternehmen! Dabei werden sehr anschaulich die verschiedenen Größen der einzelnen Planeten sowie ihre Entfernungen zueinander erlebbar – insbesondere die einmalig günstigen Voraussetzungen für die Entwicklung und Erhaltung von Leben auf dem Planeten Erde.
Den Anfang bildet das Informationsschild des Neptuns an der höchstgelegenen Stelle Engers, von der man einen herrlichen Blick auf das Land zwischen Teutoburger Wald und Wiehengebirge genießen kann. Über eine 3 km lange Strecke geht es dann von Planet zu Planet immer näher heran an die Sonne, die sich am roten Anbau der Realschule Jöllenbeck befindet. Der Weg ist gut ausgeschildert und auch mit Kindern begehbar, Bänke und ein Spielplatz laden unterwegs zu einer Pause ein.
Entstehung
Der Planetenweg in Jöllenbeck entstand aus dem Wunsch, Astronomie für alle Menschen – besonders für Kinder, Familien und Schulklassen – anschaulich und erlebbar zu machen. Grundlage war das Konzept eines maßstabsgetreuen Sonnensystem-Modells, bei dem sowohl die Größen der Planeten als auch die Entfernungen zwischen ihnen in einem festen Maßstab umgesetzt werden. Als idealer Standort bot sich die ehemalige Kleinbahntrasse an, die bis 1954 Jöllenbeck mit Enger verband. Dieser heute als Fuß- und Radweg genutzte Damm ist weitgehend gerade, ruhig und ausreichend lang, um die großen Distanzen des Sonnensystems auf rund drei Kilometern nachvollziehbar darzustellen. Entlang dieses Weges wurden schließlich die Planetenstationen installiert – beginnend mit der Sonne an der Realschule Jöllenbeck und endend beim Neptun im Bereich von Enger.
Die Umsetzung erfolgte mit Unterstützung lokaler Akteure, darunter Schulen und Vereine, die das Projekt nicht nur als Freizeitangebot, sondern auch als pädagogisches Instrument verstanden. Durch Informationstafeln und gestaltete Stationen ermöglicht der Planetenweg Besucherinnen und Besuchern, beim Wandern die Struktur unseres Sonnensystems im wahrsten Sinne „zu durchschreiten“. So verbindet der Weg historische Infrastruktur, landschaftliche Erholung und naturwissenschaftliche Bildung zu einem gemeinsamen Erlebnis, das die Faszination des Weltalls auf greifbare Weise vermittelt.
Großer Dank gilt Herrn Wichard und Herrn Thomas für die Entwicklung, die Umsetzung und jahrelange Pflege und Instandhaltung dieses Weges!















